Treffen. Beratungen. Abstimmungen.In einer Welt, in der Entscheidungen am Samstag fallen, wirkt ein Montagstermin wie Verwaltung. Nicht wie Führung. Es geht mir nicht darum, ob Europa militärisch zustimmt oder ablehnt. Es geht mir darum, dass Europa eine klare Linie hat – und sofort handelt.

Denn eines ist offensichtlich: Das ist kein moralisches Theaterstück.

Es geht um Macht. Einfluss. Sicherheit. Energie. Zugang zu Ressourcen.
Wer glaubt, dass hier nur Ideale verhandelt werden, unterschätzt die Realität.

Gleichzeitig kann niemand ernsthaft wollen, dass ein Regime mit regionalem Machtanspruch und nuklearen Ambitionen unkontrolliert aufrüstet.

Das ist zu gefährlich. Aber genau deshalb braucht es Klarheit.
Nicht: „Wir beobachten die Lage.“ Sondern: „Das ist unsere Position. Das sind unsere roten Linien. Das sind unsere Schritte.“

Führung bedeutet:

• Sofortige gemeinsame Linie – keine 27 Varianten.

• Aktivierung aller sicherheitspolitischen Instrumente.• Schutz der Handels- und Energierouten ohne Zögern.

• Diplomatie mit Druckmitteln, nicht nur Appellen.

• Vorbereitung auf wirtschaftliche Schocks – bevor sie eintreten.

Europa leidet nicht an fehlenden Werten. Europa leidet an fehlender Entschlossenheit.

Wer keine Position hat, wird positioniert.

Wenn wir global mitspielen wollen, müssen wir handeln, bevor andere für uns entscheiden. Sonst bleiben wir das, was wir gerade zu oft sind: Kommentatoren einer Welt, die andere gestalten.